Historisches Verzeichnis ungarischer, ungarischstämmiger und ungarischsprachiger Seelsorger im Ausland

Iróffy Gábor Zsolt OSB

Iróffy Gábor Zsolt OSB
Verstorben
Geburtsdaten:
Budapest, Ungarn — 26. März 1927
Sterbedaten:
São Paulo, Brazília — 26. Dezember 2016
Konfession:
Römisch-katholisch
Kirchlicher Status:
ordensgebunden
Diözese / Orden:
bencés (Ordo Sancti Benedicti)
Weihegrad:
Priester
Eintritt ins Ordensleben:
13. Dezember 1944
Ewige Gelübde:
8. September 1949
Priesterweihe:
Róma, Italien — 24. Juni 1951
Biographische Daten
Gábor Íróffy wurde am 26. März 1927 in Budapest als drittes Kind einer Arztfamilie geboren. Er absolvierte seine Gymnasialausbildung am Benediktinergymnasium in Győr und trat dann, in die Fußstapfen seines Bruders Huba tretend, am 13. Dezember 1944 in den Benediktinerorden ein. Bei seiner Einkleidung erhielt er den Ordensnamen Zsolt.

Sein Theologiestudium absolvierte er zwischen 1946 und 1952 an der Universität Sant’Anselmo in Rom. Am 8. September 1949 legte er seine feierlichen Gelübde ab und wurde am 24. Juni 1951 zum Priester geweiht.

1952 ging er nach Brasilien, wo er bald Lehrer am St.-Imre-Gymnasium in São Paulo wurde. Darüber hinaus erwarb er ein Lehrerdiplom für Englisch und Latein und übernahm eine aktive Rolle bei der Organisation des kulturellen und schulischen Lebens der ungarischen katholischen Gemeinde in Brasilien. Als Gründer und Vorsitzender des Szent-Imre-Clubs leistete er bedeutende Arbeit zum Aufbau der Gemeinschaft. Ab 1974 war er Direktor des Gymnasiums, später – mit der Weiterentwicklung der Einrichtung – Rektor, und diente der Schule bis zu seinem Lebensende als Ehrenrektor. Ab 1981 bekleidete er einige Jahre lang auch das Amt des Subprior der Abtei St. Gellért.

In der Geschichte des ungarischen katholischen Bildungswesens in Brasilien nimmt er einen herausragenden Platz ein: Er war einer der zehn Gründerväter der ungarischen katholischen Bildungseinrichtung in São Paulo. Neben seiner Tätigkeit als Schulorganisator widmete er sich auch der Sprachwissenschaft und der Musik. Sein vielseitiges Talent stellte er sein ganzes Leben lang in den Dienst der Gemeinschaft; als Ehrenrektor gründete er auch die jüngste Einrichtung der Schule, die Eszterháza-Musikschule.

Sein Lebenswerk wurde mehrfach mit Auszeichnungen gewürdigt. Die bedeutendste Ehrung war der Ritterkreuz des Ungarischen Verdienstordens, den er „in Anerkennung seiner Tätigkeit zur Förderung und Weitergabe des ungarischen Kulturerbes in Brasilien“ erhielt.

Selbst während seiner schweren Krankheit ertrug er seine Leiden mit Heiterkeit und innerem Frieden. Nach den Erinnerungen seiner Mitmenschen beklagte er sich auch inmitten seiner Schwierigkeiten nicht, sondern nahm die Prüfungen seines Lebens mit Glauben und Gelassenheit an.
Dienstorte im Ausland
Von Bis Ort Aktueller Name, Land Kirche / Institution Funktion
1952 2016 São Paulo, Brazília Gymnasiallehrer, ab 1974 Gymnasialdirektor, ab 1981 Subprior
Lebenslauf
Geburt
Budapest, Ungarn
Eintritt ins Ordensleben
Ewige Gelübde
Priesterweihe
Róma, Italien
Dienst im Ausland
19522016
São Paulo, Brazília
Gymnasiallehrer, ab 1974 Gymnasialdirektor, ab 1981 Subprior
Tod
São Paulo, Brazília
Quellen
Bilder
Foto
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Zitierung dieses Eintrags
Iróffy Gábor Zsolt OSB: Personendatensatz. In: Historisches Verzeichnis ungarischer, ungarischstämmiger und ungarischsprachiger Seelsorger im Ausland. Verfügbar unter: https://www.diaszporalelkipasztorok.hu/persons_v2/view.php?id=459 (abgerufen am: 2026-07-07).
Letzte Änderung: 26. Mai 2026 15:28 | Geöffnet: 76 Mal