Historisches Verzeichnis ungarischer, ungarischstämmiger und ungarischsprachiger Seelsorger im Ausland

Kozma György SJ, dr

Kozma György SJ, dr
Verstorben
Geburtsdaten:
Budapest, Königreich Ungarn, derzeit Ungarn — 27. Oktober 1939
Sterbedaten:
Innsbruck, Österreich — 14. Dezember 1990
Konfession:
Römisch-katholisch
Kirchlicher Status:
diözesan
Diözese / Orden:
Esztergom-Budapest (korábban: Esztergom) (1978-ig) → jezsuita (Societas Jesu)
Weihegrad:
Priester
Priesterweihe:
Esztergom, Ungarn — 16. Juni 1963
Begräbnisort:
Jezsuita templom kriptája
Innsbruck, Österreich
Biographische Daten
Er wurde als einziger Sohn in einer tiefgläubigen Familie mit drei Kindern geboren. Bereits im Alter von fünf Jahren empfing er die Erstkommunion. Seine Eltern waren Mitglieder von Kongregationen unter der Leitung der Jesuiten, einer seiner Onkel war Jesuitenmönch, ein anderer Onkel war Maristenbruder. Er besuchte das Fáy-Gymnasium. Nach dem Abitur beantragte er die Aufnahme in die Erzdiözese Esztergom und kam an das Zentralseminar. Von dort wurde er jedoch 1958 entlassen, weil er sich weigerte, an der priesterlichen „Friedensversammlung“ teilzunehmen, und an der geheimen Seminarausbildung teilnahm. Er erlernte das Autofahren und arbeitete als Chauffeur. 1960 wurde er wieder in das Seminar von Esztergom aufgenommen. In Esztergom wurde er am 16. Juni 1963 von Weihbischof Imre Szabó zum Priester geweiht. 1975 verließ er das Land und promovierte an der Universität Innsbruck in Kirchensoziologie. 1978 trat er als Novize in den Jesuitenorden ein. An der Concordia-Universität in Montréal erwarb er einen Abschluss in Massenkommunikation. 1979 legte er im Jesuitenorden sein Gelübde ab, nachdem er, obwohl Kardinal Lékai sich weigerte, ihm die Erlaubnis zum Verlassen der Diözese zu erteilen, diese vom Heiligen Stuhl erhalten hatte. Ab 1979 war er vorübergehend Herausgeber der Zeitschrift „Szív“. Seit 1981 ist er kanadischer Staatsbürger. Seit 1982 ist er Mitarbeiter des Vatikanischen Rundfunks. Er war ein hervorragender und anerkannter Pfadfinderleiter; nach ihm ist in Innsbruck die Pfadfindergruppe Nr. 79 „Dr. György Kozma SJ“ benannt. Er starb an den Folgen von Komplikationen nach einer Herzoperation; er erwachte nicht mehr aus der Narkose und wurde nach zwei Tagen für tot erklärt.
Dienstorte im Heimatland
Von Bis Ort i Aktueller Name, Land i Kirche / Institution Funktion
1964 1971 Nógrádmegyer, Ungarn Hilfspfarrer
1973 1973 Érsekvadkert, Ungarn Hilfspfarrer
1973 1975 Budapest, Ungarn Szent Imre templom Hilfspfarrer
Dienstorte im Ausland
Von Bis Ort Aktueller Name, Land Kirche / Institution Funktion
1975 1978 Innsburck, Österreich ein Studium absolvieren
1978 1982 Toronto, ON, Kanada Noviziat, anschließend Hilfspfarrer in Montréal, MB, Kanada, sowie in Vancouver, BC, Kanada
1982 1984 Róma, Italien Mitarbeiter von Radio Vatikan
1984 1988 Bécs, Österreich Redakteur beim Verlag Opus Mystici Corporis
1989 Nyugat-Berlin, NSZK Berlin, Deutschland Terz
1989 1990 München, NSZK Deutschland Magyar Katolikus Misszió Jugendseelsorger
Literarische Tätigkeit
Das Kirchenbild der ungarischen Bischöfe im Spiegel der bischöflichen Rundschreiben. Bécs, 1979;
Úti misekönyv. Róma, 1982;
Kézikönyv világi kisegítők számára. Róma, 1987.
Életünk c. havilap szerkesztője
Lebenslauf
Geburt
Budapest, Königreich Ungarn, derzeit Ungarn
Priesterweihe
Esztergom, Ungarn
Dienst im Heimatland
19641971
Nógrádmegyer, Ungarn
Hilfspfarrer
Dienst im Heimatland
19731973
Érsekvadkert, Ungarn
Hilfspfarrer
Dienst im Heimatland
19731975
Budapest, Ungarn
Szent Imre templom
Hilfspfarrer
Dienst im Ausland
19751978
Innsburck, Österreich
ein Studium absolvieren
Dienst im Ausland
19781982
Toronto, ON, Kanada
Noviziat, anschließend Hilfspfarrer in Montréal, MB, Kanada, sowie in Vancouver, BC, Kanada
Dienst im Ausland
19821984
Róma, Italien
Mitarbeiter von Radio Vatikan
Dienst im Ausland
19841988
Bécs, Österreich
Redakteur beim Verlag Opus Mystici Corporis
Dienst im Ausland
Nyugat-Berlin, NSZK, derzeit Berlin, Deutschland
Terz
Dienst im Ausland
19891990
München, NSZK, derzeit Deutschland
Magyar Katolikus Misszió
Jugendseelsorger
Tod
Innsbruck, Österreich
Quellen
  • Kozma Teréz: Kozma György élete (1939—1990), in: Szabó Ferenc (szerk.): Magyar jezsuiták vallomásai III., „Anima Una”-könyvek / 13, Jézus Társasága Magyarországi Rendtartománya, 1999.;
  • http://jezsuita.hu/nevtar/kozma-gyorgy/
  • Diós: 302.;
  • Beke: 394.;
  • KMVÉ: 1979-1985.;
  • Szolgálat: 88 (1190/4), 146.;
  • Schematismus Strigoniensis 1970, 135.;
  • Nagy Csaba: A magyar emigráns irodalom lexikona. Budapest, 568.;
  • ABTL: HU - ÁBTL - I. - 2.2.1. - IV/1 Külföldön élő személyek kartonjai, 1537-1538.;
  • A fényképet Sajgó Szabolcs SJ bocsátotta rendelkezésemre.
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Zitierung dieses Eintrags
Kozma György SJ, dr: Personendatensatz. In: Historisches Verzeichnis ungarischer, ungarischstämmiger und ungarischsprachiger Seelsorger im Ausland. Verfügbar unter: https://www.diaszporalelkipasztorok.hu/persons_v2/view.php?id=594 (abgerufen am: 2026-07-07).
Letzte Änderung: 11. Juni 2026 12:51 | Geöffnet: 66 Mal