Felsőpaty, Königreich Ungarn, derzeit Rábapaty, Ungarn — 12. August 1919
Sterbedaten:
Bázel, Svájc — 6. September 2003
Konfession:
Römisch-katholisch
Kirchlicher Status:
diözesan
Diözese / Orden:
Veszprém
Weihegrad:
Priester
Priesterweihe:
Sion, Svájc — 27. Juni 1943
Biographische Daten
Er ist der Bruder von István Endre Mészáros. Seine Gymnasialausbildung begann er bei den Benediktinern in Kőszeg und legte 1937 am Kleinen Seminar in Veszprém das Abitur ab. Anschließend studierte er Theologie am Priesterseminar in Innsbruck (Österreich) und in Sion (Schweiz), wo er am 27. Juni 1943 zum Priester geweiht wurde. Die Kriegslage hinderte ihn daran, sein Doktoratsstudium fortzusetzen. 1944 wurde er von den „Nyilas“ wegen der Hilfe für Verfolgte verhaftet; am 2. April 1945 wurde er zusammen mit seinem Bischof József Mindszenty freigelassen. Am 27. April 1948 wurde er am Abend in Veszprém von Beamten der Abteilung für Militärpolitik auf offener Straße festgenommen. Nach seiner Vernehmung wurde er an die Sowjets übergeben. Das in Baden bei Wien ansässige sowjetische Militärgericht verurteilte ihn zusammen mit Ferenc Harangozó und seinen Mitangeklagten zu einer Freiheitsstrafe von 25 Jahren, die in einem Erziehungs- und Arbeitslager zu verbüßen war. Nachdem er mehrere sowjetische Lager durchlaufen hatte, kehrte er am 25. November 1955 nach Hause zurück; da ihm die öffentliche Feier der Messe untersagt war, stand er in Felsőpaty unter polizeilicher Überwachung. 1948 verlieh ihm Papst Pius XII. den Titel eines Monsignore. 1955 wurde er freigelassen, kehrte daraufhin aus dem Gulag zurück und verrichtete landwirtschaftliche Arbeiten, da er sich weigerte, sich beim Bistum zum Dienst zu melden, was sein Bischof zur Kenntnis nahm. 1956 verließ er das Land; ihm wurde die ungarische Staatsbürgerschaft entzogen. Zwischen 1972 und 1975 war er Zweiter Sekretär von Kardinal József Mindszenty und begleitete ihn auf zahlreichen Seelsorgerreisen. 1991 kettete er sich aus Protest gegen die Rückführung der sterblichen Überreste von József Mindszenty an das Grabmal in Mariacell. Aus seiner Spende wurde die Mindszenty-Gedächtniskirche in Veszprém errichtet. Die Oberste Militärstaatsanwaltschaft der Russischen Föderation rehabilitierte ihn am 24. Mai 1996 mangels einer Straftat. 1996 erlitt er einen Schlaganfall; von da an konnte er nur noch sehr wenig sprechen, schreiben und lesen und war fast vollständig gehunfähig.
Dienstorte im Heimatland
Von
Bis
Ort i
Aktueller Name, Land i
Kirche / Institution
Funktion
1943
1944
Fűzfőgyártelep, Königreich Ungarn
Ungarn
Hilfspfarrer
1944
1948
Veszprém, Königreich Ungarn
Ungarn
Hofkaplan bzw. bischöflicher Archivar
1955
1956
Felsőpaty, Ungarn
Rábapaty
außer Dienst
Dienstorte im Ausland
Von
Bis
Ort
Aktueller Name, Land
Kirche / Institution
Funktion
1948
1955
Szovjetunió
in Gefangenschaft
1957
Bázel, Svájc
Pfarrer
1958
1966
Genf, Svájc
ungarischer Pfarrer
1967
USA
Missionar in den USA, der Spenden für den Bau des Hauses des Heiligen Stephanus in Rom sammelt
1967
1970
Svájc
Seelsorger
1970
1971
Washington, DC, USA
Pfarrer, lernt Englisch
1972
Findeln, Svájc
Einsiedler
1972
1975
Bécs, Österreich
Zweiter Sekretär von Kardinal József Mindszenty, Dolmetscher und Sekretär auf zahlreichen Missionsreisen, unter anderem in Kanada und den USA.
1976
1977
Washington DC, USA
hilft seinem Bruder, Pfarrer
1978
1986
Bázel, Svájc
Szent Klára Kórház
Krankenhausseelsorger
1986
2003
Bázel, Svájc
Hildegard-Hospiz
Krankenhausseelsorger, anschließend im aktiven Dienst bzw. im Ruhestand
Literarische Tätigkeit
A száműzött bíboros szolgálatában. Mindszenty József titkárának napi jegyzetei (1972-1975);
Akit övéi be nem fogadtak. Mindszenty bíboros titkárának visszaemlékezései.