Sein Vater war stellvertretender Bahnhofsvorsteher in Marosvásárhely, weshalb er aus dem damals neu gegründeten Rumänien ausgewiesen wurde. Er wurde praktisch in der Barackensiedlung der MÁV an der Gyáli-Straße geboren. In seiner Kindheit war er aktives Pfadfindermitglied; damals lernte er das Leben des heiligen Paschalis von Babylon und dessen tiefe Verehrung für die Eucharistie kennen, was seinen gesamten priesterlichen und monastischen Werdegang entscheidend prägte. Im Alter von elf Jahren erlebte er persönlich die Ereignisse des Internationalen Eucharistischen Kongresses 1938 in Budapest, den er als eine der wichtigsten spirituellen Erfahrungen seines Lebens betrachtete, und im Alter von vierundneunzig Jahren durfte er auch die erneute Ausrichtung des Kongresses in Budapest miterleben.
Seine Gymnasialausbildung absolvierte er am Königlichen Katholischen Gymnasium in Budapest. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Belagerung Budapests studierte er drei Jahre lang an der Technischen Universität. 1948 trat er in den Franziskanerorden ein; nach seinem ersten Ordensgelübde begann er sein Studium in Gyöngyös und setzte nach der Auflösung der Orden im Jahr 1950 seine theologische Ausbildung in Esztergom fort. Er wurde 1953 zum Priester geweiht.
Nach seiner Priesterweihe war er als Präfekt und Lehrer am Franziskaner-Gymnasium in Esztergom tätig und unterrichtete anschließend am Franziskaner-Gymnasium in Szentendre. Obwohl er später erklärte, dass er den Lehrerberuf nicht wirklich als seine Berufung empfand, übte er diesen Dienst mehr als zwanzig Jahre lang aus, was in den Jahren der kommunistischen Diktatur eine der Grundvoraussetzungen für das Fortbestehen der ungarischen Franziskanergemeinschaft war.
Im Alter von fast fünfzig Jahren erhielt er den Auftrag, im Rahmen der nordamerikanischen Kustodie „St. Johannes Kapistran“ den Seelsorgedienst für die ungarische Emigration zu übernehmen. Mehr als siebzehn Jahre lang war er in den ungarischen katholischen Gemeinden der Vereinigten Staaten und Kanadas tätig. Seine seelsorgerische Arbeit übte er in Detroit, Winnipeg, Milwaukee, New York, New Brunswick und Trenton aus, sowohl als Kaplan als auch als Kirchenverwalter. Während seines Dienstes sah er sich erheblichen sprachlichen und kulturellen Herausforderungen gegenüber, hatte jedoch gleichzeitig das Gefühl, endlich voll und ganz jene Berufung ausüben zu können, zu der Gott ihn berufen hatte.
1992 kehrte er nach Ungarn zurück mit dem Wunsch, als Einsiedler leben zu dürfen. Danach war er längere Zeit als Pfarrer in Mátraháza tätig. Ab seinem siebzigsten Lebensjahr wirkte er in Gyöngyös und anschließend in Budapest als Hilfspfarrer. In seinem hohen Alter blickte er in mehreren Büchern und Interviews auf sein Leben und seine Berufung zurück. Der zentrale Gedanke seines geistlichen Erbes war: „Gott ist die Liebe, und dies ist die einzige ewige Wahrheit.“
Im Jahr 2020 zog er erneut nach Esztergom, wo er 2023 den siebzigsten Jahrestag seiner Priesterweihe feierte. Sein Lebensweg ist ein bedeutendes Kapitel in der Geschichte des ungarischen Franziskanerordens, der Kirchengeschichte während der kommunistischen Ära sowie des Seelsorgedienstes für die ungarische katholische Diaspora in Nordamerika.